Der Energiebedarf wird auch zukünftig weiter wachsen, nicht zuletzt, weil die Schwellenländer und vor allem Chinas Nachfrage nach fossilen Energieträgern stetig ansteigt. Im Jahr 2009 konnte China beim Energieverbrauch sogar die USA überholen und mit mehr als 2,2 Mrd. die USA um vier Prozent toppen. Experten erwarten für die Zukunft eine weitere Zunahme des Energieverbrauchs in China.
Auch wenn es in letzter Zeit nach einer internationalen Abnahme des Energieabsatzes, wie z. B. des weltweiten Ölverbrauchs, aussah, wird die Nachfrage nach fossilen Energiestoffen daher vor allem in langfristiger Sicht kräftig auch weltweit weiter steigen. Ein primärer Grund für diese Entwicklung liegt auch in der Tatsache begründet, dass sich die wirtschaftliche Dynamik in den aufkeimenden Schwellenländer zukünftig in größeren Umfang unabhängig von den westlichen Industrienationen entwickeln wird. Verantwortlich für diese Entwicklung ist auch die zunehmende Produktion in Industriezweigen, die indirekt auf Energie angewiesen sind. Dazu gehören insbesondere Spielzeuge, PCs, aber auch Medikamente und Kleidung aus Polyester.
Derzeit wird ein gutes Drittel des Energiebedarfs durch die Ölproduktion gedeckt, gefolgt von Kohle und Erdgas.
Auch die BP-Krise durch das Leck an einer Bohrinsel vor der Ostküste Nordamerikas wird daran mittelfristig nichts ändern. Auch bei Energieunternehmen nicht, die mit der Krise in Zusammenhang stehen, da die USA mit fast 25 % Ölverbrauch gemessen am Gesamtverbrauch die größte Ölnation der Welt sind. Hinzu kommt, dass im Golf von Mexiko ungeheure Ölreserven vorhanden sind und die USA kaum freiwillig zu einer importierenden Ölnation machen lassen wollen.
Ein Effekt der BP-Krise werden aber auch steigende Versicherungsbeiträge sein, die wohlmöglich zu einer größeren Konzentration größerer Unternehmen, die sich diese leisten können, führen wird.
Zwar gehören Gas, Kohle und Öl nicht zu den erneuerbaren Energien und vorhandene Energiequellen können immer schwieriger nutzbar gemacht werden, jedoch bedeutet dies für Energieunternehmen steigende Absatzpreise für Energie. Während es früher bei niedrigen Ölpreisen kaum lohnte schwer zugängliche Ölreserven nutzbar zu machen, werden jetzt die Investitionen in Ölunternehmen wieder steigen, um die steigende Nachfrage befriedigen zu können. Anleger profitieren von höheren Erträgen.