Mit Medienfonds in die Unterhaltung von Morgen investieren

Als „Pro Sieben“ vor einigen Jahren als erster deutscher Fernsehsender an die Börse ging, hat dieser mit den Slogan geworben „Einen Baum pflanzen, einen Sohn zeugen, einen Fernsehsender kaufen…“

Heute haben die Möglichkeiten von lukrativen Fernsehprogrammen zu profitieren, im Vergleich zu damals deutlich zugenommen.

Auf Medienfonds wird zunehmend zurückgegriffen, um Produktionen zu finanzieren. Dabei unterscheidet man zwei Formen von Medienfonds. Bei den Producer-Fonds wird direkt in eine bestimmte Produktion investiert, während der Buyerfonds ein Leasingfonds darstellt. Bei diesem geht es um den Handel mit den Filmlizenzrechten.

In der Praxis trifft man häufig Mischformen an, um auf diesem Wege potentielle Risiken zu unterbinden.

Da die Medienwelt allerdings sehr vielfältig und kaum überschaubar ist, sollte verschiedene Medienfonds sehr genau miteinander verglichen werden. Empfehlenswert sind in der Regel Medienfonds, die in unterschiedliche Film- oder Fernsehproduktionen investieren, die zudem auch noch international vermarktet werden sollen.

Dennoch ist zwar das Einspielergebnis von Filmen nur schwer prognostizierbar (man denke nur einmal an James Camerons Blockbuster„Titanic“, der vor Kinostart von Kritikern regelrecht tot geschrieben worden ist). Doch selbst, wenn eine Produktion ein Misserfolg wird, bedeutet dies für Anleger keinen Untergang, da es inzwischen schon fast zum Standard gehört, bei teuren Filmproduktionen Co-Produktionen mit anderen Studios einzugehen (wie auch bei „Titanic“ geschehen).

Sehr viele Medienfonds werden über einen längeren Zeitraum angelegt, da Produktionen wie Kinofilme üblicherweise über verschiedene Wege vermarktet werden.

Anleger, die noch keine oder sehr wenig Erfahrung mit Medienfonds im speziellen gemacht haben, sollten sehr genau unter die Lupe nehmen, in welche Produktion investiert wird, da von dieser auch die zu erwartende Rendite abhängt. Zu empfehlen für eher risikoneutrale oder sogar risikoscheue Anleger sind Medienfonds, die in verschiedene Projekte investieren und auf diesem Wege das Risiko diversifizieren.