Was man unter Investmentfonds versteht

Investmentfonds wurden ursprünglich im angelsächsischen Raum (USA etc.) entwickelt, bereits aber Mitte des 19. Jahrhunderts in England eingesetzt und schließlich kurz nach dem zweiten Weltkrieg auch in Deutschland.

Investmentfonds bestehen aus den Geldern vieler Anleger. Mit den angesammelten Vermögen werden dann von der Investmentgesellschaft (Fondsgesellschaft), die die Gelder der Investoren entsprechend vorher festgelegter Richtlinien verwaltet, bestimmte (materielle) Vermögenswerte gekauft. Investmentfonds sind dabei für praktisch jede Anschaffung, die einem wirtschaftlichen Projekt oder Zweck dienlich sein soll, denkbar. Daher findet man Fonds in Form von Immobilienfonds, Wasserfonds, Schiffsfonds, Energiefonds, Containerfonds, Flugzeugfonds, Solarfonds u. v. m.

Investmentfonds gibt es auch in Form von sog. offenen Fonds (die im Vergleich zu geschlossenen Fonds – wozu gewöhnlich die eben genannten gehören – jederzeit ohne Problem verkauft und wieder angekauft werden können). Bei offenen Investmentfonds wird das in dem Fonds investierte Geld in der Regel in viele verschiedene Vermögenswerte gesteckt, um auf diesen Wege ein gut diversifiziertes Portfolio zu erhalten. Durch die Diversifikation in unterschiedliche Anlagen können Risiken den Präferenzen der Anleger entsprechend minimiert werden. Investmentfonds sind daher der Schlüssel, um ein optimales Risikoertragsverhältnis auch für Anleger mit beschränkten Vermögen herbei zu führen.

Allerdings gibt es unter den Investmentfonds signifikante Unterschiede bei den Risiken und den daraus resultierenden Erträgen.

Sicherheitsorientierte Anleger sollten z. B. in Geldmarktfonds investieren. Investoren, die eher auf höhere Ertragschancen setzen, sollten eher in Aktienfonds investieren. In der Praxis ist es oft auch üblich einen gewissen Anteil sowohl in risikosichere als auch ertragsstarke Investmentfonds zu investieren.

Ein professioneller Investmentmanagement verfügt nicht nur über die ausreichende Sachkenntnis, sondern beobachtet auch sehr penibel die Geschehnisse auf dem Kapitalmärkten (und die Faktoren, die diese beeinflussen), um kompetent entscheiden zu können, wann welche Wertpapiere ge- oder verkauft werden (bei der Einzelanlage in z. B. eine bestimmte Aktien kann diese Professionalität durch den Laien kaum gewährleistet sein).

Investmentfonds sind durch die gute Risikostreuung bei dennoch ansehnlichen Ertragschancen sehr zu empfehlen für Menschen mit eher geringeren Einkommen und Vermögen. Allerdings sollte bei der Investition darauf geachtet werden, dass der Fonds gegen einen akzeptablen Rücknahmepreis in liquide gemacht werden kann.