Immobilienfonds zählen nicht ohne Grund zu den beliebtesten Fonds, denn schließlich profitieren Anleger bei guter Auswahl von konstanten Renditen durch langfristige Mietverträge und haben selbst in wirtschaftlich schlechten Zeiten am Ende der Laufzeit, die Immobilie als Gegenstandswert. Doch bei Immobilienfonds gibt es gewaltige Unterschiede.
Während in der Vergangenheit Bürogebäude als zu den besten Immobilienfonds zählten, erfreuen sich heute Einzelhandels Immobilienfonds großer Beliebtheit, was nicht zuletzt den Boom der Discountketten zu verdanken ist. Im Gegensatz zu großen Einkaufszentren bieten Discountketten neben zunehmenden Marktanteilen den Vorteil, dass die Baunutzungsrechte für große Handelsgebäude oft kompliziert ausgestaltet sind. Darüber hinaus besteht bei kleinen Einzelhandelsgebäuden kaum eine Gefahr, dass diese längere Zeit leer stehen. Selbst für den unwahrscheinlichen Fall, dass der bisherige Mieter kündigen sollte, steht der Nachmieter gewöhnlich sofort bereit.
Immobilienfonds für Einzelhandelsunternehmen bieten selbst in wirtschaftlich schlechten Zeiten Verlässlichkeit. Erstens werden Einzelhandelsgüter immer recht konstant nachgefragt, da es sich hierbei gewöhnlich um keine Luxusgüter handelt, auf die ohne weiteres verzichtet werden könnte. Zweitens profitieren gerade Immobilienfonds, die auf Objekte für Discountunternehmen setzen, die nicht nur in Wirtschaftskrisen zu den Gewinnen zählen.
Die zunehmende Attraktivität von Einzelhandels-Immobilienfonds spiegelt sich eindeutig in den Zahlen wieder: Vor einem Jahr wurden wertmäßig gerade einmal halb so viele Einzelhandelsimmobilienfonds verkauft wie im diesem Jahr. Bereits die durchschnittliche Anfangsausschüttung beträgt oft sechs Prozent oder sogar deutlich mehr.